Gegen die »New World Order«

Teilnehmende eines Aufzug der Bürgerinitiative Franken / Rhein-Main-steht-auf am 20. August 2023 in Aschaffenburg. © dokunetzwerk rhein-main

Die rechte Verschwörungsszene im Sog des Proprietarismus

Teil 4 der Artikelserie »Vorwärts in die Sklaverei, Proprietarismus im Aufwind«
Zusammenfassung des Artikels

Sie sehen sich als KämpferInnen für Wahrheit, Freiheit und Frieden. Sie glauben, dass eine »internationale Finanzelite« 99% der Menschheit versklaven will. Doch ist die rechte Verschwörungsszene mitnichten antikapitalistisch. Mit Eifer betreibt sie die proprietaristische Angstmache vom Untergang des Landes als Folge einer »ökosozialistischen« Agenda. Die Szene ist geprägt von esoterischer Weltanschauung. Dort ist jeder Mensch seines Glückes Schmied, und wer es nicht zum Erfolg schafft, ist daran selbst schuld.

In den Corona-Protesten fanden proprietaristische Ideologien ein neues Sprachrohr. Zur Hochzeit dieser Proteste 2021 und 2022 gingen in ganz Deutschland wöchentlich Zehntausende auf die Straße, vorgeblich, um gegen Corona-Maßnahmen und Impfpolitik zu demonstrieren. Darüber entstand eine Szene, die sich bis heute weitere Themen erschließt und in die übergeordnete Verschwörungserzählung einer angeblich geplanten Neuen Weltordnung einpasst. Dazu zählen die Leugnung der Fakten des Klimawandels (»Klimalüge«), Angriffe gegen Diversitäts- und Gleichstellungspolitik (»Gender-Ideologie«) sowie die Ablehnung von Migration (»Der Große Austausch«). Zugleich sorgte die Pandemie bzw. die durch sie ausgelöste Verunsicherung in der Gesellschaft für einen Boom von Esoterik und Alternativmedizin. Es traten massenhaft skrupellose Geschäftsleute auf den Plan, um Heilsversprechen und die dazugehörigen Produkte zu verkaufen.

Diese rechte Verschwörungsszene verfügt über ein weit verzweigtes Netzwerk alternativer Medien und kommt seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet beständig zu Aufzügen zusammen. In den Beiträgen, die dort zu hören und zu lesen sind, erhebt sich permanent die Klage über einen übergriffigen Staat, der im großen Stil Enteignungen plane, um eine »sozialistische Planwirtschaft« durchzusetzen. Crash-Propheten wie Markus Krall gelten dort als Wirtschaftsexperten und fungieren als Stichwortgeber.

Nahezu alle relevanten AkteurInnen der rechten Verschwörungsszene betreiben die proprietaristische Angstmache. So die Zeitschrift Klartext – Bürgerzeitung für das Rhein-Main Gebiet, die zweimonatlich in fünfstelliger Auflage erscheint. Sie titelte bereits in ihrer Erstausgabe im Mai 2022: »Achtung! Staat will an ihr Vermögen« und schürte in der Folge immer wieder Angst vor Enteignungen und dem wirtschaftlichen Niedergang als Folge von Deindustrialisierung und einer »ökosozialistischen« Agenda.

Die Szene bedient sich proprietaristischer Ideologien, um einen Ausweg aus der vermeintlichen Fremdbestimmung durch die »Eliten« aufzuzeigen: Weniger Staat, weniger Regeln, mehr individuelle Freiheit, lautet das Versprechen.

Die Klartext-Bürgerzeitung Nr. 1 (Mai/Juni 2022) und Nr. 21 (September/Oktober 2025). © Rhein-Main Rechtsaußen

Auch der Hang zur Esoterik zeigt, wie verbreitet ein Freiheitsbegriff in der Szene ist, der auf Egoismus und Sozialdarwinismus fußt. Esoterik und Kapitalismus greifen ineinander. Der Kapitalismus verlangt von den Menschen Einsatz bis zur Selbstzerstörung – und die Esoterik verkauft ihnen das Versprechen von Selbstoptimierung und Heilung. So vermarktet das kapitalistische System die Probleme, die es selbst erzeugt.

Umgekehrt stellt die Verschwörungsszene für die proprietaristische Rechte ein wichtiges Reservoir dar, um die eigenen Ideen zu verbreiten. Gerade in der Leugnung der Fakten des Klimawandels wird deutlich, warum der Proprietarismus Verschwörungsmythen und ihre MultiplikatorInnen braucht. Man beklagt, dass Auflagen zum Klimaschutz Unternehmen stark belasten und der gesamten Wirtschaft schaden. Jedoch ist der menschengemachte Klimawandel als Tatsache belegt, die Wissenschaft warnt vor verheerenden Folgen und drängt auf Maßnahmen, um die Katastrophe aufzuhalten. Die Faktenlage lässt sich nicht darüber aushebeln, dass man Geschichten über eine »Klimalüge« in die Welt setzt. Um diese Geschichten plausibel erscheinen zu lassen, braucht man die Erzählung, wonach mächtige Kreise all diese Wissenschaftler*innen und ihre Organisationen zu ihren Werkzeugen gemacht hätten, um die »Lüge« zu verbreiten.

Die Szene im Fokus rechter Parteien

Etliche rechte Parteien in Deutschland sind bemüht, sich die rechte Verschwörungsszene als Klientel zu erschließen. Manche Parteien sind gar aus dieser Szene entstanden, wie zum Beispiel DieBasis, Wir2020 und Die Pinken / Bündnis21.

Die 2009 gegründete Partei der Vernunft (PdV) bezieht sich in ihrem Wirtschaftsprogramm explizit auf den proprietaristischen Vordenker Ludwig von Mises. Immer wieder treten Angehörige der PdV im Rahmen von Veranstaltungen und Initiativen der rechten Verschwörungsszene in Erscheinung. Bundesvorsitzender der Partei war bis 2013 Oliver Janich, der schon vor der Corona-Pandemie einer der bekanntesten Verschwörungsideologen in Deutschland war und seit Jahren extrem rechte Positionen einnimmt.

Informationsstand der Partei der Vernunft (PdV) am 25. Mai 2024 in Frankfurt im Rahmen eines Aufzugs von Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie. © Rhein-Main Rechtsaußen

Von 2016 bis 2023 bestand die Partei Liberal-Konservative Reformer (LKR) des ehemaligen AfD-Vorsitzenden Bernd Lucke. Im Juni 2023 benannten sich die LKR in Wir Bürger um. Lucke hatte die AfD zu einer Partei formen wollen, die ganz auf proprietaristische Wirtschaftspolitik zugeschnitten sein sollte, doch er verlor den internen Machtkampf mit den neofaschistischen Kräften. Nun wollte er seine Politik mit den LKR umsetzen. Wenngleich diese als Wahlpartei und Sammelbewegung unbedeutend blieb, so bildeten Angehörige der LKR Schnittstellen zwischen proprietaristischer Szene und den Corona-Protesten.

In Aschaffenburg organisierte der Eventmanager und Ergotherapeut Björn Stritzinger, der zur Bundestagswahl 2021 für die LKR kandidierte, zwischen Oktober 2022 und Oktober 2023 eine kommerzielle Veranstaltungsreihe unter dem Titel »Mission:Dialog«. Auf dessen Programm standen Vorträge mit »prominenten« Vertretern der rechten Verschwörungsszene, unter anderem Andreas Sönnichsen (ehemaliger Direktor der Stiftung Friedensarbeit Ltd.), dem Datenanalysten Tom Lausen, dem Klimafaktenleugner Fritz Vahrenholt, Dirk Sattelmeier von Anwälte für Aufklärung sowie Markus Krall. Die Veranstaltungen waren mit ca. 150 Personen stets gut besucht. Stritzinger selbst scheint völlig im Verschwörungsdenken gefangen. Er wetterte auf Facebook gegen den »Great Reset« und fabulierte, dass sich die »mächtigsten der Mächtigen« verbündet hätten, um eine »kommunistische Weltrevolution von oben« umzusetzen.

Björn Stritzinger von den Liberal-Konservativen Reformern veranstaltete 2022 und 2023 die Reihe »Mission:Dialog«. Quelle: Telegram

Das Netzwerk Deutschland Steht Auf

Während Stritzingers Aktivitäten auf den Raum Aschaffenburg beschränkt blieben, erlangte Stephanie Tsomakaeva aus Langen in der rechten Verschwörungsszene bundesweite Bedeutung. Die 55-jährige Unternehmerin hat einen ausgeprägten Hang zur Selbstdarstellung. Um sie herum besteht ein Geflecht ständig wechselnder Gruppen, Vereine, Parteien, Firmen und Initiativen.

Tsomakaeva war 2013 Mitbegründerin der AfD und trat nach eigener Aussage »beim ersten Rechtsruck 2015« aus. Danach schloss sie sich den LKR an und war 2018 für kurze Zeit deren stellvertretende Bundesvorsitzende. Sie ist Landesbeauftragte Hessen in einem Bundesverband Deutscher Mittelstandsunternehmen (BDMU), in dem neben ihr weitere Personen der ehemaligen LKR aktiv sind, der jedoch keine erkennbaren Aktivitäten entfaltet. Nach der Umbenennung der LKR in Wir Bürger im Sommer 2023 gründete sie ihre eigene Partei DieDezentralen mit Sitz in Trebur (Kreis Groß-Gerau), von der keine Aktivitäten ausgehen. Zudem ist sie Kontaktperson der Partei Die Pinken / Bündnis 21, die 2021 gegründet wurde und immerhin bei einigen Wahlen antrat.

Vor allem ist Tsomakaeva die zentrale Figur im Netzwerk Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie (DSA), in dem das proprietaristische Milieu und die rechte Verschwörungsszene verschmolzen sind. DSA führt Aufzüge mit großem organisatorischem und technischem Aufwand durch. Als Unterstützer von DSA traten in der Vergangenheit die Unternehmer Wolfgang Kochanek aus Neustadt an der Weinstraße und Winfried Stöcker aus Lübeck auf. Stöcker spendete der AfD im Jahr 2025 1,5 Millionen Euro.

Für den 25. Mai 2024 mobilisierte DSA knapp 500 Personen nach Frankfurt. Anmelderin der Veranstaltung war Ingrid Reich aus Neu-Anspach, eine Reichsbürgerin und Multifunktionärin der rechten Verschwörungsszene. Der Kundgebungsplatz an der Alten Oper glich einem Jahrmarkt, auf dem sich rechte bis extrem rechte Gruppen mit Infoständen präsentierten. Es sprachen unter anderem Markus Krall (in einer Videobotschaft), Wolfgang Kochanek sowie VertreterInnen der AfD, der Partei DieBasis und der Partei der Vernunft. Am PdV-Stand war an diesem Tag auch Manuel Barkhau aus Heusenstamm vom Bundesvorstand der proprietaristischen Partei Die Libertären anzutreffen.

(siehe auch: Kein rechter Erfolg am 25. Mai in Frankfurt, 26.05.2024)

Das Dreigespann Swen Hüther (links), Markus Backfisch (Transparent Mitte) und Stephanie Tsomakaeva (Transparent rechts) ist in verschiedenen verschwörungsideologischen und proprietaristischen Gruppen aktiv, u.a. in Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie und Pinkwesten / Bündnis21. Sie bilden auch den Vorstand der Partei DieDezentralen, die nicht in Erscheinung tritt. © dokunetzwerk rhein-main

Die Kreise des Wolfgang Kochanek

Der proprietaristische Unternehmer Wolfgang Kochanek förderte Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie bis mindestens bis 2024. Er trat bundesweit auf Aufzügen der rechten Verschwörungsszene auf und sendete die immergleiche Botschaft: Deutschland befinde sich im freien Fall, es entstehe eine DDR 2.0. Im Juli 2022 kündigte er in einer Rede auf einem Aufzug der Szene an, dass sein Netzwerk von UnternehmerInnen eine »geeinte Freiheitsbewegung mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstützen« werde. Er gab an, dazu u.a. mit der Atlas-Initiative und einem »Düsseldorfer Kreis« zusammenzuarbeiten, bei dem es sich mutmaßlich um den Kreis des Gernot Mörig handelt, dem Initiator des medial bekannt gewordenen extrem rechten »Geheimtreffens« am 25. November in Potsdam. 2024 zog sich Kochanek unter anderem wegen interner Querelen aus der Szene weitgehend zurück.

Auf Initiative von Kochanek entstand 2023 der proprietaristische Verein Unternehmer Stehen Auf Deutschland e.V. In dessen Vorstand sitzen Ingrid Reich und der Landwirt und Kleinunternehmer Hendrik Winkler aus Bad Vilbel. Winkler war im Rhein-Main-Gebiet ein Sprecher der »Bauernproteste«, die sich Ende 2023 gegen die »Ampel-Politik« erhoben. Auch ist er zweiter Vorsitzender von Land schafft Verbindung Hessen e.V., dem hessischen Landesverband der Vereinigung Land schafft Verbindung (LsV). LsV gründete sich 2019 als Netzwerk von LandwirtInnen, die sich durch radikalere Proteste von anderen Verbänden abgrenzen. Was die Ideologie der Marktradikalen für diese Landwirt*innen interessant macht, sind Versprechungen von weniger EU-Regularien, weniger Bürokratie, weniger Steuern, weniger Klimaschutz, weniger »Tierwohl« und Abschaffung der Mindestlöhne.

(siehe auch: Landwirt*innen und Marktradikale, 24.04.2024)

Wolfgang Kochanek (in weiß) am 25. Mai 2024 vor der Alten Oper in Frankfurt zusammen mit Wolfgang Hinzmann. © Rhein-Main Rechtsaußen

Neue Geschäftsideen

Gegen Stephanie Tsomakaeva erhoben sich 2023 in der Szene Vorwürfe, mit Spenden intransparent umzugehen und die Szene als lukrative Einnahmequelle zu nutzen. Doch ihr Image bekam dadurch wenig Kratzer. An ihrer Seite agieren weitere Personen mit marktradikaler Ideologie, die mit immer neuen Geschäftsideen Geld aus der Szene schöpfen. Eine von ihnen ist der Tiermediziner Swen Hüther aus Michelstadt im Odenwald. Er war von 2020 bis 2023 Bundesvorsitzender der Kleinstpartei Deutsche Mitte (DM), die Reichsbürger-Positionen vertrat und mit der Truther-Szene verbunden war. Heute ist Hüther Vorsitzender des Vereins Bürger für Deutschland e.V., der als Trägerverein von DSA fungiert. Anfang 2025 zog er zusammen mit Tsomakaeva und dem Anwalt Ralf Ludwig von der Querdenken-Organisation die Initiative Wabeo (Abk. für Wahlbeobachtung) auf. Sie will bei Wahlen in Deutschland flächendeckend Beobachter*innen einsetzen, um Wahlfälschung zu verhindern. Wer mitmachen will, muss sich bei Wabeo kostenpflichtig registrieren lassen. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hat sich dies anscheinend gelohnt, aktuell kündigt Wabeo Einsätze bei den kommenden Landtagswahlen an.

Im Juni 2021 gründete Hüther mit dem Reichsbürger Dennis Haberschuss aus Bad König (Odenwald) eine Immo Italia UG mit Sitz in Rödermark. Hüther wird auf der Homepage des Unternehmens als dessen Prokurist genannt (Stand 12.12.2025), ist jedoch im Handelsregister als solcher nicht eingetragen. Über Immo Italia bieten Haberschuss und Hüther auswanderungswilligen Deutschen »Überlebensimmobilien« in Italien und Spanien an. Sie werben damit, dass man in bunkerartig ausgebauten Häusern seine Vermögenswerte in Sicherheit bringen und einem möglichen Krieg sowie dem »Genderismus« in Deutschland entfliehen könne.

Haberschuss wurde dadurch bekannt, dass er 2020 die Initiative Das Volk gegen Corona schuf, die im großen Stil Spenden für die angeblich »größte Klage der deutschen Geschichte« gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen einwarb. Schirmherr der Initiative war Rechtsanwalt Ralf Ludwig. Die Klage wurde nie eingereicht und die Spendengelder verschwanden über Konten im Ausland.

Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Unter dem Label Immo Italia versuchen der wegen Betrügereien bekannte Reichsbürger Dennis Haberschuss sowie Swen Hüther von Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie auswanderungswilligen Deutschen bunkerartig ausgebaute »Überlebensimmobilien« im sonnigen Süden anzudrehen. Quelle: YouTube

Die Partei DieBasis

Die Basisdemokratische Partei Deutschland, kurz: DieBasis, ist ein Knotenpunkt der rechten Verschwörungsszene. Sie entstand im Sommer 2020 aus den Corona-Protesten und spiegelt bis heute die Spannbreite dessen, was sich dort zusammenfand: AnhängerInnen von Anthroposophie und anderen esoterischen Weltanschauungen, ReichsbürgerInnen, einige abgehalfterte Linke und viele, die sich jenseits der Links-Rechts-Achse wähnen. DieBasis betont, dass in ihr jede Person ihre eigene Meinung haben darf.

In DieBasis sammeln sich auffallend viele Selbstständige aus den Sparten Esoterik, Consulting und Coaching. Wenngleich die Partei kein explizit marktradikales Programm hat, so stimmt sie in den Chor derer ein, die das Land durch Deindustrialisierung, »Klimahysterie« und Enteignungen auf dem direkten Weg in den Untergang sehen.

Sonja Reitz ist Mitglied von DieBasis, »Ganzheitsmedizinerin«, Esoterikerin und Unternehmerin. Sie hält im Rhein-Main-Gebiet häufig Reden auf Aufzügen der rechten Verschwörungsszene und fantasiert darin über Zehntausende von Menschen, die alljährlich in Deutschland aufgrund der Corona-Impfung sterben würden, Von dort schlägt sie den direkten Bogen zu proprietaristischen Themen. So sagte sie auf einer Kundgebung am 2. September 2022 in der Fußgängerzone in Offenbach:

»Wir haben die letzten tausend Jahre und länger dafür gekämpft dass wir bürgerliche Freiheiten haben, dass wir eine Demokratie haben, dass wir Freiheit durch Grundbesitz oder Eigenbesitz oder Geld haben. Das alles soll jetzt außer Mode kommen. Abgeschafft werden nach den Ideen des World Economic Forum oder auch hier der WHO mit der UN im Gepäck. Das alles ist ein Komplott, das muss man leider sagen.«

Bei dieser Rede standen hinter ihr als Claqueure die Freidenker Klaus Hartmann und Ernst Schwarz, die sich als Kommunisten verstehen, doch eng mit DieBasis kooperieren.

Hauptanliegen von DieBasis ist es, die repräsentative Demokratie durch eine »direkte Demokratie« zu ersetzen. Diese beschreibt die Partei als einen Lösungsweg, über den Bürger*innen vor Ort über ihre Anliegen entscheiden und der angeblich »nicht für Interessengruppen sondern für Menschen gemacht« sei. Die Forderung nach »direkter Demokratie« über Volksentscheide und Bürgerbegehren erklingt in der rechten Verschwörungsszene häufig. Auch einige VordenkerInnen des Proprietarismus machen sich dafür stark. Denn sie sehen darin ein Werkzeug, die Parlamente zu entmachten, eigene Gesetze zu schreiben und ihre Interessen über Kampagnen und finanzielle Zuwendungen, also mit Geld und Einfluss durchsetzen zu können. Weniger Privilegierte, Arme und Rechtlose hätten dann noch weniger Mitsprache.

Die rechte Verschwörungsszene ist ein lautstarkes Sprachrohr des Proprietarismus. Auch viele ReichsbürgerInnen und Esoterik-UnternehmerInnen vertreten eine strikte marktradikale Ideologie. Sie wollen sich von Staat und Gesellschaft lösen und suchen den eigenen wirtschaftlichen Vorteil. Ihre Netzwerke sind weit verzweigt und reichen bis in die »gehobene Gesellschaft«.
Bürgerbegehren und Volksentscheide sind selbstverständlich nicht negativ zu bewerten. Doch machen sich auch Rechte dafür stark. Sie sehen darin die Möglichkeit, Parlamente zu umgehen, eigene Gesetze zu schreiben und ihre Interessen durchzusetzen. Im Bild: Informationsstand der Partei DieBasis am 20. April 2024 in der Frankfurter City. Links am Mikrofon: Achim Weinacker. © Rhein-Main Rechtsaußen

Die Guten und die Bösen

Der US-amerikanische Multimilliardär Elon Musk erfüllt in vieler Hinsicht das Klischee des Superschurken, den man aus James-Bond-Filmen kennt. Er ist unfassbar reich, befehligt eine eigene Satellitenflotte, mit der er Kriegsgeschehen beeinflusst und unterhält das soziale Netzwerk X mit über 400 Millionen Nutzer*innen, das im großen Stil Fake-News und rechte Propaganda streut. Wie kein anderer der Superreichen mischt sich Musk weltweit in das politische Geschehen ein. Dennoch sieht die Verschwörungsszene in ihm keinen Feind, sondern vielmehr einen, der es zu etwas gebracht hat und der sich traut, den Mund aufzumachen.

Die Rollen der Bösewichte werden anderen zugedacht – zuvorderst George Soros und Bill Gates, zwei Milliardäre, die einen Teil ihres Vermögens dem Gemeinnutz gespendet haben. Soros unterstützt zivilgesellschaftliche Strukturen, Gates gesundheitspolitische Organisationen. Im Bösewicht-Ranking der Szene steht mittlerweile auch Klaus Schwab weit oben, der Gründer und Vorsitzende des World Economic Forum (WEF, Weltwirtschaftsforum). Dabei ist Schwab durch und durch Kapitalist. Doch gab das WEF in der Vergangenheit Überlegungen Raum, wie Kapitalismus in Anbetracht von Klimakatastrophe, endlicher Ressourcen und zunehmender Ungleichverteilung des Reichtums zukunftsfähig gestaltet werden kann. Dazu startete es 2020 die Initiative »The Great Reset« und Schwab war im selben Jahr Mitherausgeber des Buches »COVID-19: The Great Reset«, das in der rechten Verschwörungsszene offensichtlich kaum jemand gelesen hat, dass dort dennoch als Blaupause finsterer Weltherrschaftspläne eines verkappten Sozialisten dient.

Aufzug der rechten Verschwörungsszene in Frankfurt am 5. Februar 2022. Dort werden Klaus Schwab, Bill Gates und George Soros (auf dem Plakat v.l.n.r.) für nahezu alles verantwortlich gemacht, auch für Corona-Impfungen. © ASVI

Du wirst nichts besitzen und du wirst glücklich sein

Die rechte Verschwörungsszene folgt keinem rationalen Denken. Sie hat ein unverrückbares Weltbild, in das sie jedes Ereignis und jede Aussage nach Gutdünken einpasst. Der Satz »You’ll own nothing, and you’ll be happy« (»Du wirst nichts besitzen und du wirst glücklich sein« oder »Dir wird nichts gehören und du wirst glücklich sein«) ist hierfür ein Beispiel. Er findet sich in einem Konzept für Nachhaltigkeit, dass 2016 die damalige dänische Umweltministerin Ida Auken im Rahmen des WEF vorstellte. Die Grundidee darin ist die Sharing Economy, die eine kollektive Nutzung von Waren vorsieht. Viele Gebrauchsgegenstände müssten demnach nicht in privatem Besitz sein, sondern sollten in einem Sharing-System vielen zur Verfügung stehen. Ressourcen würden geschont und Menschen könnten auf teure Anschaffungen verzichten. Doch kaum hatte Auken dies niedergeschrieben, begann das proprietaristische Milieu zu toben. Das WEF beeilte sich daraufhin klarzustellen, dass es in seiner Politik selbstverständlich das Privateigentum schützen werde.

Aufzug der rechten Verschwörungsszene am 22. Oktober 2022 in Frankfurt. Auf der Tafel sind (v.l.n.r.) George Soros, Olaf Scholz, Klaus Schwab, Karl Lauterbach und Bill Gates abgebildet. © protest.foto südhessen

Im Jahr 2020 wurde der Satz »Du wirst nichts besitzen und du wirst glücklich sein« von der rechten Verschwörungsszene und der AfD wiederentdeckt. Er wird aus seinem Sinnzusammenhang gerissen und absurd umgedeutet. So glauben die hessischen AfD-Landtagsabgeordneten Andreas Lichert und Frank Grobe, die Vorträge zum »Great Reset« halten, in der Aussage von Auken und in der Politik des WEF eine »Symbiose von Öko-Sozialisten und Großkapital« zu erkennen, die die Marktwirtschaft durch eine Planwirtschaft ersetzen wollten. Dafür erhalten die beiden viel Zustimmung in der AnhängerInnenschaft der AfD.

Lichert verknüpft in seinen Ausführungen proprietaristische Ideologie mit antikapitalistischen Phrasen. Das Übel sieht er in einer angeblichen »Hochfinanz«. Der Begriff diente der völkischen Bewegung der 1920er Jahre und dem Nationalsozialismus als Chiffre für eine angebliche jüdische Finanzmacht und für das »raffende« Kapital als Gegenbild eines angeblich produktiven »schaffenden« Kapitals. Aus dieser antisemitischen Ideengeschichte lässt sich »Hochfinanz« nicht herauslösen. Lichert dürfte das sehr genau wissen. Er war bis 2018 Vorsitzender des Vereins für Staatspolitik, der hinter dem Institut für Staatspolitik (IfS) stand, welches eine wichtige Schulungsstätte der extremen Rechten in Deutschland ist. Der Verein und das IfS wurden 2024 offiziell aufgelöst, die Strukturen des IfS bestehen jedoch unter neuen Namen weiter.

Andreas Lichert (mit Schild »Impfapartheid«) nahm einige Male an »Corona-Protesten« teil, hier am 27. Januar 2021 in Frankfurt. Das AfD-Logo auf dem Schild musste er auf Betreiben der Organisationen des Aufzugs abtrennen. © Holger Müller

Reichs-Betrüger

In den Corona-Protesten waren von Anfang an Ideologie und Personal der Reichsbürgerszene präsent. Kern dieser Ideologie ist die Annahme, dass Deutschland kein souveräner Staat sei, sondern lediglich ein handelsrechtliches Gebilde vergleichbar einer »BRD GmbH«, das von einer internationalen Machtelite gesteuert würde.

ReichsbürgerInnen und sogenannte SelbstverwalterInnen propagieren den Austritt aus dem deutschen Staatsgebiet. Die Szenen unterscheiden sich oft nur darin, dass die »klassische« Reichsbürgerideologie behauptet, das Deutsche Reich würde fortbestehen, während sich SelbstverwalterInnen nicht auf historische Grenzen beziehen und sich eigene Fantasiestaaten als Herrschaftsgebiete ausdenken.

Im März 2025 schrieb Rhein-Main Rechtsaußen im Artikel »Faule Geschäfte« über ein weit verzweigtes Netzwerk von Unternehmen, in dem Reichsbürger und andere Rechte die Strippen ziehen. Das System basiert darauf, dass Gelder und Rechnungen in einem Geflecht von Vereinen, Firmen und »Europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigungen« (EWIV) im In- und Ausland verschoben werden, vorgeblich um die Zahlung von Steuern zu umgehen. Eine führende Person im Netzwerk ist Wolfgang Lange, ursprünglich aus Niedersachsen. Er ist Anhänger der AfD und war in den 2000er Jahren in der Kleinstpartei Interim Partei Deutschland (IPD) aktiv. Die IPD zählte zum Kern der Reichsbürgerszene und hatte eine klare extrem rechte Agenda.

Der Artikel »Faule Geschäfte« hätte gut in die Proprietarismus-Reihe gepasst. Denn ReichsbürgerInnen und SelbstverwalterInnen folgen in der Regel einer marktradikalen Ideologie, in der ausschließlich das wirtschaftliche Eigenwohl zählt. Reichsbürgerdenken und Proprietarismus hegen weitere Gemeinsamkeiten: die Verachtung des Staates, von dem man sich nichts vorschreiben lassen will und der Wille in einem eigenen Herrschaftsgebiet nach eigenen Gesetzen zu leben. ReichsbürgerInnen wollen Fürstentümer wiedererrichten, SelbstverwalterInnen gründen ihr Fantasialand und ProprietaristInnen wollen sich in Privatstädten von der demokratischen Gesellschaft abkapseln.

Beim Blick auf die Szene bleibt verschwommen, wer ReichsbürgerIn oder SelbstverwalterIn ist bzw. wie diese Spektren abgegrenzt werden können. So findet man im Netzwerk des Wolfgang Lange Personen, die in der Vergangenheit in der Reichsbürgerszene aktiv waren, sich seit Jahren jedoch nicht mehr offen zu dieser Ideologie bekennen und vermutlich nur noch Geschäfte machen wollen. Sie vernetzen sich mit KleinunternehmerInnen, die offensichtlich keine Reichsbürger sind und denen der politische Hintergrund ihrer GeschäftspartnerInnen egal ist. Sie schließen sich diesem System an, weil es ihnen Steuervermeidung oder Rettung aus prekärer wirtschaftlicher Lage verspricht. Mitunter scheint es auch, als würden Geschäftsleute den Reichsbürger-Nonsens, wonach die »BRD-GmbH« gar nicht berechtigt sei, Steuern zu erheben, dankbar aufnehmen, um ihren Steuerbetrügereien eine scheinbare rechtliche und moralische Legitimität zu verleihen.

Aufzug des Spektrums von Rhein-Main-steht-auf und Klartext-Bürgerzeitung am 31. Dezember 2025 in Aschaffenburg. Anmelderin war die Reichsbürgerin Marika Hartmann. © dokunetzwerk rhein-main

Verbindungen in gehobene Kreise

Eine Strategie von ReichsbürgerInnen und anderen rechten GeschäftemacherInnen besteht darin, als karitative Vereine, Beratungsfirmen und Hilfsorganisationen aufzutreten. Diese tragen Namen wie Prüf.- und Beschaffungs­verband Nord e.V. (Sitz in Bad Homburg), Verbraucherforum Mainz e.V. oder Wirtschaftsforum Odenwald e.V. – Beispiele von Vereinen, bei denen die Verflechtung mit der Reichsbürgerszene deutlich ist.

Die Verbindungen reichen mitten hinein ins scheinbar seriöse Wirtschaftsleben. Ein Beispiel ist Raissa Steinke-Vigener (auch Raissa Steinke) aus Bad Homburg, die gerne ihre Nähe zur »gehobenen Gesellschaft« im Taunus zeigt. Sie war mit dem ehemaligen Siemens-Direktor Horst Vigener verheiratet, der 2007 wegen Beihilfe zur Bestechung verurteilt wurde und 2015 starb.

Raissa Steinke hatte in den vergangen Jahren Vorstandsposten in mehreren Vereinen und Unternehmen des Netzwerkes von Wolfgang Lange. So im Verbraucher-Forum Bad Homburg e.V., das sie 2013 zusammen mit Horst Vigener gründete und dessen Präsidentin sie bis zur Auflösung des Vereins im November 2022 war. Auch dient ihr Wohnhaus in Bad Homburg als Anschrift des Prüf.- und Beschaffungsverbands Nord e.V. Sie nennt sich »Resilienz-Coach« und betreibt ein »Consulting«-Unternehmen, hinter dem ein Verein mit Sitz im spanischen Cádiz steht, der allem Anschein nach ein Briefkastenverein ist.

Bis Februar 2025 gehörte Raissa Steinke dem Beirat des Wirtschaftsclubs Rhein-Main e.V. an. Es ist nicht bekannt, was sie für diese Position qualifizierte. Der Verein steht der FDP nahe, gibt sich seriös und staatstragend. Sein Präsident ist Thomas Kremer, Geschäftsführer eines Frankfurter Consulting Unternehmens, Vizepräsident ist der FDP-Politiker Jörg-Uwe Hahn, der von 2009 bis 2014 stellvertretender Ministerpräsident in Hessen war.

Raissa Steinke-Vigener ist Unternehmerin und war bis Februar 2025 als Mitglied des Beirats des Wirtschaftsclubs Rhein-Main aufgeführt. Sie ist mit der Reichsbürgerszene verbunden. Über Instagram und Facebook unterhält sie ihren Freundeskreis mit esoterischen Glücksverheißungen und Kalendersprüchen. Quelle: Instagram

Rechtsaußen im Wirtschaftsclub Rhein-Main

Am 8. September 2021 verwies Thomas Kremer zur Einführung einer Veranstaltung des Wirtschaftsclubs Rhein-Main darauf, dass sein Club dafür bekannt sei, »dass wir ganz gerne polarisierende Redner haben, die nicht immer im Mainstream stehen«. Dann bat er Markus Krall auf die Bühne, der in einem 75-minütigen Vortrag (»Wohin steuert Deutschland?«) den proprietaristischen Forderungskatalog referierte und dafür viel Applaus erhielt.

Nur wenige Wochen später, am 1. November 2021, traf sich Markus Krall mit seinem Freund Heinrich XIII. Prinz Reuß und dessen engsten Vertrauten in Frankfurt im Restaurant Oberschweinstiege. Reuß , der ebenso eine strikte proprietaristische Ideologie vertritt, baute zu dieser Zeit ein Netzwerk von ReichsbürgerInnen und Neonazis auf, um in Deutschland einen Staatsstreich durchzuführen. Die Gruppe hatte geplant, anstelle des Parlaments einen Rat einzusetzen, der autoritär regieren und durch das Militär gestützt werden sollte. Der Plan flog auf, Reuß und einige VerschwörerInnen stehen derzeit in Frankfurt vor Gericht.

Nach Erkenntnissen der Ermittlungen wurden auf dem Treffen in der Oberschweinstiege »die Pläne der Vereinigung vertieft und das weitere Vorgehen besprochen«. Markus Krall soll für die Gruppe Eckpunkte eine neuen »Verfassung für Deutschland« ausgearbeitet haben. Zeitweise war er als Finanzminister des zukünftigen Reichsbürgerstaates vorgesehen gewesen.

Der Wirtschaftsclub Rhein-Main bleibt seiner Linie treu, auch rechte, polarisierende Redner einzuladen. So stellte am 11. März 2025 der FDP-Rechtsaußen Rainer Zitelmann beim Club sein Buch »Weltreise eines Kapitalisten« vor.

Zum Neujahrsempfang am 2. Februar 2026 lädt der Club in die Villa Bonn im Frankfurter Westend ein, wo auch die Clubabende des Hayek-Clubs Frankfurt am Main stattfinden und sich in der Vergangenheit die AfD-nahe Frankfurter Tafelrunde traf. Als Hauptredner soll der ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne (»heute-journal«) die Teilnehmenden »mit einem inspirierenden Impuls bereichern«.

Seit seinem Ausscheiden aus dem Öffentlich-rechtlichen Fernsehen im Jahr 2017 bewegt sich Peter Hahne (2.v.l.) stetig nach rechts. Er publiziert u.a. im Magazin Tichys Einblick und trat mehrfach im Podcast Tichys Ausblick des proprietaristischen Frankfurter Verlegers Roland Tichy (im Bild rechts) auf. Quelle: YouTube

Peter Hahne steht beispielhaft für das Ineinandergreifen von Proprietarismus, Rechtspopulismus und Verschwörungsszene. Der ehemalige ZDF-Mann gehört dem evangelikalen Milieu an. In rechten Zeitschriften und Blogs wie Achse des Guten oder Tichys Einblick polemisiert er gegen Migration, LGBTQ, Genderpolitik und »Political Correctness«. Auch in der rechten Verschwörungsszene steht er hoch im Kurs, denn während der Corona-Pandemie stimmte er in manche Verschwörungserzählung, Fake-News und Corona-Verharmlosung ein. Die Corona-Maßnahmen nennt er ein »unverzeihliches Verbrechen« und er fordert die Verurteilung der hierfür Verantwortlichen.


Fanatisch für freie Märkte. Die Ideologie des Proprietarismus (1/5)

In der globalen autoritären Welle, die gerade alles zu überrollen droht und Demokratien in Diktaturen verwandelt, treiben Superreiche ihre Träume von staatsfreien Privatstädten voran. Was steckt hinter der proprietaristischen Ideologie – außer ganz viel Geld? Und warum muss dieses Milieu ein Beschäftigungsfeld für Antifaschist*innen sein? LESEN

Die Erben Hayeks. Die Hayek-Gesellschaft und der Hayek-Club Frankfurt (2/5)

Wie tief das proprietaristische Milieu in Wirtschaftsverbänden und in der Frankfurter Stadtgesellschaft verankert ist, macht der Blick in den Hayek-Club Frankfurt deutlich. Der steht politisch der FDP nahe und grenzt sich von der AfD ab. Doch führt er einen rechten Kulturkampf gegen Sozialstaat, Nachhaltigkeitspolitik, Linke und »Wokeness«. LESEN

Jung. Liberal. Egoistisch. Proprietaristischer Nachwuchs an den Universitäten (3/5)

An den Universitäten formieren sich proprietaristische Gruppen wie die Students for Liberty und Liberty Rising. Sie führen gesellschaftliche Verantwortungslosigkeit im Programm und senden die Botschaft des »Weiter so!«. So präsentieren sie sich als Gegenpol zu emanzipatorischen Bewegungen, die für Klimaschutz, Ökologie und Diversität eintreten. LESEN

Geschäfte mit Angst und Gold (5/5) – in Arbeit

Prophezeiungen des baldigen Systemzusammenbruchs und des wirtschaftlichen Niedergangs sind das Geschäft proprietaristischer Crash-Propheten. Sie verbinden diese Szenarien mit Anlagetipps in Edelmetalle und Kryptowährungen. Die Atlas-Initiative mit Sitz in Frankfurt ist ein Lautsprecher dessen. Sie will den Umsturz und schmiedet Bündnisse mit extremen Rechten.


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