
Marika Hartmann aus Hösbach bei Aschaffenburg ist eine Verschwörungsideologin aus dem Führungskreis von Rhein-Main-steht-aufDie Gruppe Rhein-Main-steht-auf (RMSA) entstand aus den Corona-Protesten und prägte von 2021 bis Ende 2025 das Geschehen der rechten Verschwörungsszene im Raum Aschaffenburg-Miltenberg-Hanau. RMSA bearbeitete das gesamte rechte Themenspektrum und bekannte sich bis Herbst 2025 zur AfD. Die Gruppe verfügte zeitweise über beträchtliche personelle und finanzielle Ressourcen sowie über eine Struktur mit verbindlicher Aufgabenverteilung. Nachdem sich 2023 mehrere Personen aus… Weiterlesen (RMSA). Sie exponiert sich darüber hinaus auf Veranstaltungen der AfDDie AfD ist ein Sprachrohr der rechten Verschwörungsszene. PolitikerInnen der AfD im Rhein-Main-Gebiet verbreiten rechte Verschwörungsmythen vom »Great Reset«, »Großen Austausch«, »Hooton-Plan« u.a. Beispiele sind Ramona Storm, Frank Grobe, Sandra Scheld. Andreas Lichert, Landessprecher der AfD in Hessen, schwadroniert über eine »Symbiose von Öko-Sozialisten und Großkapital« zur Durchsetzung eines »Ökosozialismus«. Hartmut Issmer wettert in Reden gegen eine »internationale Hochfinanz«, die… Weiterlesen sowie auf Aufzügen von ReichsbürgerInnen und Neonazis. Auf der »Silvester-Demo« der rechten Szene 2025 in Aschaffenburg trat sie als Versammlungsleiterin auf.
Als Trommlerin in der Gruppe von Wolfgang BurkardWolfgang Burkard aus Lorsch (Bergstraße) ist eine schillernde Figur der rechten Verschwörungsszene und der Reichsbürger-Szene. Er nimmt als Redner und Trommler in ganz Deutschland an Versammlungen der rechten Verschwörungsszene und der Reichsbürgerszene teil. Er ist die führende Person der Gruppe Bergsträßer Trommler. Aufgrund seines exzentrischen Auftretens mit Fantasieuniform und umgedrehter Deutschlandfahne am Hut ist er ein häufiges Fotomotiv. Auf den… Weiterlesen begleitet Hartmann rechte Aufzüge in ganz Deutschland. Sie ist u.a. von 2023 bis 2025 auf »Treffen der 25+1 Bundesstaaten«»Das große Treffen der 25+1 Bundesstaaten«, auch »Das große Bundesstaatentreffen (25+1)«, ist eine seit 2023 stattfindende Veranstaltung der Reichsbürgerszene. Die Treffen bestehen aus einem karnevalesk anmutenden »Einmarsch« der beteiligten Gruppen, Redebeiträgen, Musikdarbietungen sowie einem Demonstrationszug durch die Innenstädte. Mit dem Konzept gelingt es, Gruppen des zersplitterten Reichsbürger-Spektrums aus ganz Deutschland zusammenzuführen. Zu den bisherigen Aufzügen in Magdeburg (2023), Dresden (2023)… Weiterlesen in Magdeburg, Gera, München und Karlsruhe dokumentiert. Häufig trägt sie einen Button »1871«In den Aufzügen der rechten Verschwörungsszene sind Personen aus der Szene der Reichsbürger u.a. durch die Zahl »1871« erkennbar. Sie wird von ihnen unter anderem auf Schildern, Stickern und Jackenaufschriften gezeigt. Die Zahl steht für das Jahr 1871, in dem das Deutsche Kaiserreich gegründet wurde und eine Reichsverfassung in Kraft trat. Mit dem Bezug auf die Jahreszahl wird ausgedrückt, dass… Weiterlesen, auf ihrem Auto befinden sich Aufkleber umgedrehter Deutschlandfahnen, was ihre Identifikation mit der Reichsbürger-IdeologieReichsbürger bilden ein heterogenes Spektrum von AktivistInnen und Gruppen, die den Fortbestand des Deutschen Reiches propagieren. Je nach Gruppierung wird dabei auf das Deutsche Reich in unterschiedliche territorialer Ausdehnung Bezug genommen oder es werden eigene »Königreiche« ausgerufen. Dabei verfließen die Kreise der Reichsbürger mit denen der SelbstverwalterInnen. Reichsbürger behaupten u.a., dass Deutschland kein souveräner Staat sei, sondern ein Konstrukt der… Weiterlesen verdeutlicht.
Auf Instagram teilt sie offen antisemitischeAntisemitismus ist eine tragende Ideologie der rechten Verschwörungsszene und tritt dort in vielen Facetten in Erscheinung. Als übergeordnete Verschwörungsmythos dient der Szene ein angeblicher Plan einer »globalistischen Elite« zur Schaffung einer Neuen Weltordnung. Darin spiegeln sich viele Elemente der seit fast 2000 Jahren virulenten Erzählungen von einer angeblichen jüdischen Weltverschwörung wieder: Die Ansicht, dass »heimatlose« Jüd*innen kultur- und heimatlose »Einheitsmenschen«… Weiterlesen Karikaturen sowie Grafiken mit Bezügen zu »QAnon«Der »QAnon«-Mythos entstand 2017 in den USA. Er spann sich zunächst um die Behauptung eines »tiefen Staats«, der Donald Trump stürzen wolle. Kern der Erzählung ist heute, dass eine geheime Elite jährlich tausende von Kindern entführen und töten lasse, um aus deren Blut einen Stoff zur Verjüngung (»Adrenochrom«) zu gewinnen. So wurde »QAnon« zur Weitererzählung der aus dem Mittelalter stammenden… Weiterlesen und zur angeblichen »Klimahysterie«Der Kampf gegen die ökologische Wende und damit einhergehend die Leugnung der Fakten des Klimawandels ist ein Hauptthema der rechten Verschwörungsszene. »Klimalüge«, »Klimahysterie« und »Klimawahn« sind Schlagworte ihrer Propaganda. Auf den Aufzügen wird immer wieder die Klimaschutz-Bewegung angefeindet. Der Spruch »I love CO₂« ist in der Szene verbreitet. Der in der Szene vorherrschende gesellschaftsfeindliche Freiheitsgedanke meint, den eigenen Lebensstil und… Weiterlesen.
Am 1. Februar 2025 stellte sie sich am Rande eines Auftritts der AfD-Vorsitzenden Alice Weidel in Neu-Isenburg mit dem Transparent »Alice für Deutschland« vor dem antifaschistischen Protest auf. Am 31. Mai 2025 zählte sie zum Organisationsteam eines Aufzugs von Gemeinsam für DeutschlandDas Label Gemeinsam für Deutschland (GfD) entstand im März 2025 aus einer rechten Vernetzung in WhatsApp-Gruppen sowie Telegram- und TikTok-Kanälen. GfD verfolgt das Konzept, an einem festgelegten Tag im Monat in jedem Bundesland einen Aufzug durchzuführen. Die Hoffnung, zur Massenbewegung zu wachsen, erfüllt sich bislang nicht. Auf Veranstaltungen von GfD wird das typische rechte Themenspektrum bearbeitet: Gegen Linke, Einwanderung und… Weiterlesen in Frankfurt.
Seit 2024 nimmt Hartmann regelmäßig an neonazistischen Veranstaltungen u.a. von der Partei Die Heimat teil und betreibt offene NS-Verherrlichung. Dazu reist sie bis ins sächsische Bautzen, wo am 10. August 2025 ca. 500 Neonazis die Feiern zum Christopher-Street-Day zu stören versuchten. Am 14. Juni 2025 trug sie bei einem Aufzug in Pforzheim das Transparent der Neonazigruppe Der Störtrupp.
aktualisiert 11.01.2026
siehe auch: Wolfgang Burkard (Foto); Rhein-Main-steht-auf ist am Ende, 11.01.2026, Rhein-Main-steht-auf in der Krise, 28.09.2025