Ringeisen, Christiane

Christiane Ringeisen als Rednerin auf einer verschwörungsideologischen Kundgebung am 7. Mai 2022 in Offenbach. Quelle: Youtube

Christiane Ringeisen ist Fachanwältin für Betriebsverfassungsrecht und Arbeitsrecht mit Wohnort in Langen (Hessen) und Kanzlei in Rüsselsheim. Sie war im Juli 2020 Mitbegründerin der Anwälte für Aufklärung (AfA) und gehörte bis mindestens 2023 deren Vorstand an. Im Jahr 2022 stellte sie Strafanzeige gegen Verantwortliche des Unternehmens BioNTech, da der dort entwickelte Corona-Impfstoff angeblich eine Biowaffe sei, deren Einsatz gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoße.

Ringeisen sprach in der Vergangenheit auf Aufzügen der rechten Verschwörungsszene, so u.a. auf einer Kundgebung am 17. Juni 2021 vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. Sie hält etliche Maßnahmen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie erlassen wurden, für verfassungswidrig, z.B. eine Testpflicht für Arbeitnehmer*innen oder die Maskenpflicht in Schulen. In ihren Ausführungen reiht sie juristische Fachbegriffe und Paragraphen aneinander, die kaum jemand einordnen kann. Dadurch soll suggeriert werden, dass eine Expertin schreibe und spreche. Als solche tritt sie in rechten alternativen Medien auf, so im November 2021 bei der Stiftung Corona-Ausschuss.

Über ihren bis 2024 öffentlichen Telegram-Kanal leitete sie u.a. Propaganda von AfD-PolitikerInnen und den extrem rechten Freien Sachsen weiter. Sie streute falsche Informationen bspw. über Impftote und über angebliche Folter und Zwangssterilisation durch die COVID-Schutzimpfung. Auch verbreitete sie Beiträge, die sich gegen »Gender-Ideologen«, die »CO₂-Theorie« und gegen »das ganze Geschwätz über Klimakatastrophe und Klimagerechtigkeit« richten.

aktualisiert 27.04.2026