Zentrum zur Aufarbeitung, Aufklärung, juristischen Verfolgung und Verhinderung von Verbrechen gegen die Menschheit (ZAAVV)

Plakatwand in Nidda (Wetteraukreis), Frühjahr 2024. Quelle: Facebook

Das Zentrum zur Aufarbeitung, Aufklärung, juristischen Verfolgung und Verhinderung von Verbrechen gegen die Menschheit (ZAAVV) ist ein in Österreich ansässiger Verein, der Spendengelder einwirbt – angeblich, um eine Aufarbeitung des »Corona-Unrechts« zu leisten und die dafür verantwortlich gesehenen Personen vor Gericht zu bringen.

Das ZAAVV wurde im September 2021 in Rodgau gegründet. Seitdem richtete es mehrfach Kongresse und Vereinsversammlungen in Frankfurt und Rodgau aus.

Führender Kopf des ZAAVV ist der Rechtsanwalt Ralf Ludwig aus Sachsen-Anhalt, der ein Geflecht von Vereinen und Firmen im deutschsprachigen Raum dirigiert, in dem Gelder hin- und her geleitet werden. Ludwig ist Anwalt von Michael Ballweg und in dessen Querdenken-Struktur eingebunden. Mehrfach trat er im Rhein-Main-Gebiet als Redner bei Aufzügen der rechten Verschwörungsszene auf.

Das ZAAVV unterhält eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland steht auf – Neustart Demokratie (DSA). ZAAVV und DSA organisieren gemeinsam eine Ausstellung namens »Heldengalerie«, die mehrfach auf Plätzen der Frankfurter Innenstadt gezeigt wurde. Darin werten sich Aktive der Corona-Proteste in grotesker Weise zu »Helden« des Widerstands« auf.

Unterstützt wird das ZAAVV durch »Großflächenpaten«, die die Plakatwerbung des ZAAVV organisieren bzw. finanzieren. Ein Großflächenpate ist der Reichsbürger Bruno Ramge aus Nidda.

Im Rhein-Main-Gebiet ist insbesondere die »Regionale Ortsgruppe Darmstadt« des ZAAVV aktiv, die von Anna Gigante aus Schaafheim (Lkr. Darmstadt-Dieburg) geleitet wird und u.a. öffentliche Infostände durchführt.

aktualisiert 23.05.2026