FrauenLaufen

Am 7. Februar 2026 zogen 35 Personen unter dem Label FrauenLaufen durch die Frankfurter Innenstadt. Vorne am Transparent v.l.n.r.: Aruna Sunita Baronner aus Offenbach, Marion Lindemann, Referentin und Seelsorgerin einer katholischen Pfarrgemeinde in Wiesbaden sowie Marika Hartmann aus Hösbach, die bundesweit an neonazistischen Aufzügen teilnimmt. Dahinter mit Schild Kai Börner. © Rhein-Main-Rechtsaußen

»Frauen laufen für Frauen, ihre Kinder & ihre Männer« , kurz FrauenLaufen, ist ein Label der rechten Verschwörungsszene, das sich vordergründig für den Schutz von Frauen und Kindern vor sexualisierter Gewalt einsetzt. Unter Forderungen wie »Opferschutz statt Täterschutz« und »Gegen Machtmissbrauch« verbreitet es Rassismus, Biologismus und Antifeminismus.

FrauenLaufen entstand im Juli 2025 und führte bis Februar 2026 Aufzüge in Gelnhausen, Hofheim am Taunus, Neustadt an der Weinstraße und Frankfurt durch, an denen zwischen 30 und 80 Personen teilnahmen. Von diesen waren viele schon 2023 bei den »Familien-Schutz-Demos« in Aschaffenburg dabei, auf denen für den »Erhalt der traditionellen Familie« sowie gegen Genderpolitik und eine angebliche »Frühsexualisierung von Kindern« demonstriert wurde.

Die RednerInnen von FrauenLaufen verbreiten die Unwahrheit, dass sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder seit 2015 durch Migration sprunghaft zugenommen habe. Sie beschreiben diese Gewalt v.a. als ein »kulturfremdes« Phänomen, das aus dem arabischen Raum importiert worden sei. Auf den Aufzügen von FrauenLaufen werden Transparente und Schilder mit rassistischen Botschaften gezeigt, u.a.: »Der Bevölkerungsaustausch findet statt und Remigration ist die Lösung« (s. »Großer Austausch«).

Anmelderin der Aufzüge von FrauenLaufen war bislang Carolin Stegmann aus Münster (Lkr. Darmstadt-Dieburg), die dem Kern der rechten Verschwörungszene angehört. Als RednerInnen treten dort neben Stegmann u.a. Tanja Lichtl, Ingrid Reich, Achim Weinacker, Christoph Barth, und Kal A. Voyatzis auf.

aktualisiert 18.02.2026