Leuchtturm ARD

Versammlung der Kampagne »Leuchtturm ARD« vor dem Hessischen Rundfunk im März 2024. © Privat

Die Kampagne »Leuchtturm ARD« wurde vom bayerischen Filmemacher Jimmy C. Gerum ins Leben gerufen. Gerum ist Mitglied der Partei DieBasis, vertritt Verschwörungsmythen zu 9/11 und lehnt Corona-Schutzmaßnahmen ab. Mit »Leuchtturm ARD« konzentriert er seine Aktivitäten auf das Bashing der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die er als »Hort der Desinformation« bezeichnet. Die Kampagne verbindet die Erzählung über gleichgeschaltete Medien mit dem in rechten Kreisen verfänglichen Aufruf zum Gebührenboykott. Die Kampagne fand ihre Erweiterung als »Leuchtturm ARD – ORF – SRG«.

Auf Aufzügen der rechten Verschwörungsszene wird stets für «Leuchtturm ARD« geworben. Eine Protagonistin dessen ist Ingrid Reich aus Neu-Anspach. Unter ihrer Führung und unter dem Label der Kampagne finden seit 2022 wöchentlich «Mahnwachen« auf der Bertramswiese vor dem Hessischen Rundfunk (HR) statt. Immer wieder versucht Reich, auf das Gelände des HR zu gelangen, Programmbeschwerden zu übergeben und Gespräche mit Verantwortlichen des HR zu erzwingen, was ihr nicht gelingt.

Nachdem anfangs bis zu 50 Personen zu den Treffen auf der Bertramswiese kamen, ließ das Interesse von Jahr zu Jahr nach. Anfang 2026 sind es kaum mehr als ein Dutzend Personen vom harten Kern der Szene, die sich wöchentlich vor dem HR versammeln. Ein regelmäßiger Redner ist neben Ingrid Reich der Frankfurter David Peter Weber. Hin und wieder treten bekannte Personen der Szene dort auf.

Eine wöchentlicher Infostand der Kampagne vor den Gebäuden des Südwestrundfunk (SWR) und des ZDF in Mainz mobilisiert kaum mehr als fünf Personen.

aktualisiert 19.03.2026