Gemeinsam für Deutschland (GfD)

Aufzug von Gemeinsam für Deutschland am 28. Juni 2025 in Frankfurt. Zweiter von links am Transparent (mit Bart) Thomas Bernt. © dokunetzwerk rhein-main

Das Label Gemeinsam für Deutschland (GfD) entstand im März 2025 aus einer rechten Vernetzung in WhatsApp-Gruppen sowie Telegram- und TikTok-Kanälen. GfD verfolgt das Konzept, an einem festgelegten Tag im Monat in jedem Bundesland einen Aufzug durchzuführen. Die Hoffnung, zu einer Massenbewegung zu wachsen, erfüllt sich bislang nicht – im Gegenteil.

Auf Veranstaltungen von GfD wird das typische rechte Themenspektrum bearbeitet: Gegen Linke, Einwanderung und Geschlechterdiversität, für Ordnung und Sicherheit. Es werden die Erzählungen von »Coronalüge« und »Klimalüge« verbreitet und politische Gegner*innen mit dem Faschismus-Vorwurf überzogen.

Im Rhein-Main-Gebiet fanden zwischen dem 22. März und dem 26. Juli zehn GfD-Aufzüge statt, die zwischen 40 (Frankfurt, 26. Juli) und 500 Teilnehmende (Mainz, 22. März) erreichten. Fast alle Aufzüge mussten aufgrund antifaschistischer Proteste abgebrochen oder verkürzt werden. Aufgrund der Erfolglosigkeit der Auftritte blieben diesen viele »neue Gesichter« fern, die GfD anfangs noch erreichen konnte.

Das Mobilisierungspotential ist im Sommer 2025 weitgehend identisch mit dem der Klartext-Bürgerzeitung. An den Aufzügen nehmen auch kleine Gruppen junger Neonazis teil.

Als führende Person von GfD exponiert sich der Darmstädter AfD-Anhänger Thomas Bernt. Er ist in der Durchführung der Versammlungen auf die Kooperation mit Rhein-Main-steht-aufund der Klartext-Bürgerzeitung angewiesen. Zum Kreis der Organisatorinnen der Aufzüge von GfD zählen auch Personen aus dem extrem rechten Spektrum wie Michael Hetzel und Marika Hartmann.

12.08.2025