FrauenLaufen

Gekleidet in Pink und unter dem Motto »Weder links noch rechts sondern entsetzt« betreibt FrauenLaufen ein perfides Femwashing. Hier am 20. Dezember 2025 vor dem Einkaufszentrum MyZeil in Frankfurt. Links am Transparent Carolin Stegmann. © Rhein-Main-Rechtsaußen

»Frauen laufen für Frauen, ihre Kinder & ihre Männer« , kurz: FrauenLaufen, ist ein Label der rechten Verschwörungsszene, das sich vordergründig für den Schutz von Frauen und Kindern vor sexualisierter Gewalt einsetzt. Unter Forderungen wie »Opferschutz statt Täterschutz« und »Gegen Machtmissbrauch« verbreitet es Rassismus, Biologismus und Antifeminismus.

FrauenLaufen entstand im Juli 2025 und führte bis Dezember 2025 Aufzüge in Gelnhausen, Hofheim am Taunus, Neustadt an der Weinstraße und Frankfurt durch, an denen zwischen 30 und 80 Personen teilnahmen. Von diesen waren viele schon 2023 bei den »Familien-Schutz-Demos« in Aschaffenburg dabei, auf denen für den »Erhalt der traditionellen Familie« sowie gegen Genderpolitik und eine angebliche »Frühsexualisierung von Kindern« demonstriert wurde.

Die RednerInnen von FrauenLaufen verbreiten die Unwahrheit, dass sexualisierte Gewalt gegen Frauen und Kinder seit 2015 durch Migration sprunghaft zugenommen haben. Sie beschreiben diese Gewalt v.a. als ein Problem, das aus dem arabischen Raum importiert worden sei. Auf den Aufzügen von FrauenLaufen werden Transparente und Schilder mit rassistischen Botschaften gezeigt, u.a.: »Der Bevölkerungsaustausch findet statt und Remigration ist die Lösung« (s. »Großer Austausch«).

Anmelderin der Aufzüge von FrauenLaufen im Jahr 2025 war Carolin Stegmann aus Münster (Lkr. Darmstadt-Dieburg), die dem Kern der rechten Verschwörungszene angehört. Als RednerInnen treten dort neben Stegmann u.a. Tanja Lichtl, Ingrid Reich, Achim Weinacker, Christoph Barth, und Kal A. Voyatzis auf.

21.01.2026