Langhans, Daniel

Daniel Langhans mit Schild »POLIT-JUSTIZ NEIN DANKE!« auf einem Aufzug von Deutschland Steht Auf – Neustart Demokratie am 25. Mai 2024 in Frankfurt. Langhans inszeniert sich als Verfolgter und als Justizopfer. Erst im April 2024 hatte die Polizei aufgrund eines Verfahrens wegen Volksverhetzung seine Wohnung durchsucht, dabei Handys und Datenträger beschlagnahmt. Langhans hatte in einem Messenger-Dienst die Corona-Impfkampagne mit der Vernichtungspolitik im NS verglichen. © dokunetzwerk rhein-main

Daniel Langhans ist ein professioneller »Kommunikationstrainer« aus Ulm, der Querdenken731 angehört und bundesweit in der rechten Verschwörungsszene als Redner auftritt. Seit dem Jahr 2023 sprach er u.a. in Miltenberg, Aschaffenburg, Hanau und mindestens zweimal auf Einladung der (sich als links verstehenden) Gruppe Widerstand 4.0 in Frankfurt.

Langhans ist katholisch-fundamentalistisch geprägt. Im Stil eines religiösen Eiferers wettert er gegen die »Toleranz der sogenannten alternativen Lebensformen«, sexuelle Vielfalt, die Gleichstellung der Geschlechter und Gender-Politik. Für ihn gibt es nur zwei Geschlechter, »weil das die Natur so vorgesehen« habe.

Er sieht einen Plan, dass durch Gleichstellungspolitik »unsere westliche Gesellschaft […] gezielt verändert werden soll«. Dieser würde »dafür sorgen, dass wir ganz gezielt manipuliert werden und das sich heute kaum eine Frau trauen würde zu sagen: Ich will nur Hausfrau und nur Mutter sein, für meinen Mann, für meine Kinder«. Drahtzieher dessen seien »die Rockefellers, diese Rothschilds und diese Bilderberger« (Rede in Frankfurt am 04.03.2023).

Langhans bedient in seinen Reden die russische Propaganda, wonach durch die Invasion in die Ukraine diese von dort herrschenden Neonazis befreit würde. Die Corona-Pandemie hält er für ein »Projekt«, das von Bill Gates gesteuert werde. Er spricht von »Globalfaschisten«, die angeblich schon Hitler finanziert hätten und von angeblicher Wettermanipulation, die dafür sorgen würden, dass es bei seinen Auftritten regne (Rede in Aschaffenburg am 31.12.2023).

aktualisiert 13.01.2026