
»White Power« (WP) steht als Slogan für die Vorstellung der »Weißen Macht« im Sinne einer »weißen Vorherrschaft«. Dieses rassistische Denken wird u.a. durch ein Handzeichen ausgedrückt, bei der drei abgespreizte Finger ein »W« und Daumen und Zeigefinger ein »P« formen sollen. Diese Geste wird von extremen Rechten in Deutschland mittlerweile häufig gezeigt, auch auf Aufzügen von Rhein-Main-steht-aufDie Gruppe Rhein-Main-steht-auf (RMSA) entstand aus den Corona-Protesten und prägte von 2021 bis Ende 2025 das Geschehen der rechten Verschwörungsszene im Raum Aschaffenburg-Miltenberg-Hanau. RMSA bearbeitete das gesamte rechte Themenspektrum und bekannte sich bis Herbst 2025 zur AfD. Die Gruppe verfügte zeitweise über beträchtliche personelle und finanzielle Ressourcen sowie über eine Struktur mit verbindlicher Aufgabenverteilung. Nachdem sich 2023 mehrere Personen aus… Weiterlesen und Gemeinsam für DeutschlandDas Label Gemeinsam für Deutschland (GfD) entstand im März 2025 aus einer rechten Vernetzung in WhatsApp-Gruppen sowie Telegram- und TikTok-Kanälen. GfD verfolgt das Konzept, an einem festgelegten Tag im Monat in jedem Bundesland einen Aufzug durchzuführen. Die Hoffnung, zur Massenbewegung zu wachsen, erfüllt sich bislang nicht. Auf Veranstaltungen von GfD wird das typische rechte Themenspektrum bearbeitet: Gegen Linke, Einwanderung und… Weiterlesen. U.a. posierten die Mainzer Benjamin Steiner und Patrick Schwenz (beide ehemals Identitäre Bewegung und Junge AlternativeDie Junge Alternative für Deutschland (JA) wurde 2015 als Jugendorganisation der AfD gegründet und im März 2025 aufgelöst. Auch im Rhein-Main-Gebiet war die JA von Personen aus dem neofaschistischen Spektrum geprägt. Gruppen der JA traten in der Region vor allem 2021 und 2022 auf Aufzügen der rechten Verschwörungsszene in Erscheinung und gaben sich dabei zum Teil über ihre Kleidung als… Weiterlesen) am 5. Februar 2022 auf einem verschwörungsideologischenVerschwörungserzählungen haben häufig ein ideologisches Korsett. Dadurch erheben sie den Anspruch auf absolute Wahrheit und lassen keinen Widerspruch oder Dissens zu. Es wird sich ausschliesslich auf Aussagen und Dokumente bezogen, die den eigenen Glauben stützen. Diese werden als vermeintliche Belege dargestellt. Gegenläufige Fakten und Meinungen werden hingegen ignoriert, umgedeutet oder als Lügen und Manipulationen verunglimpft. Geschehnisse werden dabei so interpretiert,… Weiterlesen Aufzug in Frankfurt damit vor Pressefotograf*innen.
Dieses »WP«-Zeichen ist eine Umdeutung des »OK«-Zeichens aus dem Tauchsport. Es kursierte bereits einige Jahre in der extremen Rechten in den USA, bevor es 2019 durch den australischen Neonazi Brenton Tarrant weltweit bekannt gemacht wurde. Tarrant hatte am 15. März 2019 in Christchurch in Neuseeland zwei Moscheen überfallen, dabei 51 Menschen erschossen und weitere 50 verletzt. Bei seiner Vorführung vor Gericht wenige Tage später zeigte er die »White-Power«-Geste, ein Foto davon ging um die Welt.
Im Internet hatte Tarrant eine Bekennerschrift mit dem Titel »The Great Replacement« veröffentlicht, in dem er sich auf den rassistischen VerschwörungsmythosBeim Thema Verschwörungen ist häufig von Verschwörungstheorien und Verschwörungstheoretiker*innen die Rede. Allerdings verbinden viele Menschen mit dem Begriff »Theorien« Erklärungen, die an der Realität gemessen werden können. Etliche Erzählungen, die in der rechten Verschwörungsszene kursieren, sind jedoch frei von Fakten und Schlüssigkeit. Beispiele hierfür sind die Behauptungen, dass am 11. September 2001 gar kein Flugzeug ins Pentagon geflogen sei, dass… Weiterlesen vom »Großen Austausch«Hinter den Begriffen »Großer Austausch«, »Bevölkerungsaustausch« und »Umvolkung« steht der Glaube, dass ein von langer Hand geplanter Austausch der weißen, europäischen Bevölkerung zugunsten »fremder« und muslimischer Einwanderer*innen stattfinden würde. Dieser Verschwörungsmythos ist rassistisch wie antisemitisch besetzt. Demnach wolle eine »globalistische Elite« die Kulturen und »Völker« des westlichen Europas auflösen, um identitätslose Einheitsmenschen zu schaffen. Die Einwanderung aus dem Süden und… Weiterlesen bezieht und seine Morde als Teil eines »Rassenkampfes« bezeichnet. Insofern ist das Zeigen dieser Geste nicht nur als Bekenntnis zur »White-Power«-Ideologie, sondern als Sympathiebekundung für den rassistischen Massenmord von Tarrant anzusehen.
aktualisiert 05.12.2025