Die Heimat (ehemals NPD)

Die NPD am 22. Januar 2022 auf einem Aufzug der rechten Verschwörungsszene in Offenbach, am Transparent links Stefan Jagsch (Landesvorsitzender Die Heimat), am Transparent rechts Daniel Lachmann (stellvertretender Landesvorsitzender). © Konstantin Hirsch

Gruppen der neonazistischen Partei Die Heimat (ehemals Nationaldemokratische Partei Deutschlands, NPD) traten in der vergangenen Jahren im Rhein-Main-Gebiet immer wieder bei Veranstaltungen der rechten Verschwörungsszene in Erscheinung. Insbesondere an Aufzügen von Rhein-Main-steht-auf (RMSA) und ihren Ablegern (u.a. Bürgerinitiative Franken) nahmen Gruppen von Die Heimat teil, die sich mit Kleidung und Transparenten als solche zu erkennen gaben.

Von den Teilnehmenden der Aufzüge der rechten Verschwörungsszene ist in der Regel keine Distanz zu Die Heimat / NPD zu erkennen, selbst wenn deren Transparente eindeutig rechte Botschaften transportieren wie am 22. Januar 2022 in Offenbach »Volksgemeinschaft statt Spaltung«.

Seit 2025 ist zu erkennen, wie sich exponierte VertreterInnen der rechten Verschwörungsszene dem neonazistischen Milieu um Die Heimat weiter annähern. So nahmen an einem Protest von Die Heimat gegen den CSD am 23. August 2025 in Friedberg u.a. Bruno Stenger, Karin Kieckhäfer, Kamil Asilturk (Hanau) und Marika Hartmann teil. Hartmann, die zum Führungskreis von RMSA zählt, trug auf einem Neonaziaufmarsch in Dortmund am 1. Mai 2026 das Transparent des NPD-Landesverbandes Hessen.

Kristallisationspunkt der Die Heimat-Aktivitäten im Rhein-Main-Gebiet ist der Wetteraukreis. Führende Personen sind dort Daniel Lachmann aus Büdingen und Stefan Jagsch aus Altenstadt. In Altenstadt erhielt Die Heimat bei der Kommunalwahl 2026 10,8 % der Stimmen und sitzt mit vier Personen in der Gemeindevertretung. Das Wohnhaus von Jagsch ist ein überregionaler Neonazi-Treffpunkt.

aktualisiert 06.05.2026