Stenger, Bruno

Bruno Stenger (rechts) auf einem Aufzug von Gemeinsam für Deutschland am 26. Juli 2025. © dokunetzwerk rhein-main

Bruno Stenger ist der Gründer und das Gesicht der Gruppe Aschaffenburg Steht Auf (ASA) und für deren Social-Media-Aktivitäten verantwortlich. Er tritt seit 2021 als Veranstalter von und Redner auf verschwörungsideologischen Versammlungen in Erscheinung.

Auf Facebook schreibt er von einem »Bevölkerungsaustausch« in Deutschland und meint damit den Verschwörungsmythos vom »Großen Austausch«. 2023 wurde er zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt, weil er die Verbreitung eines Videos einer Shoahleugnerin in einem seiner Telegramkanäle nicht unterbunden hatte.

Er mobilisiert gegen Veranstaltungen von Klimaaktivist*innen und beteiligt sich an Protesten gegen die angebliche Frühsexualisierung von Kindern. Er hetzt gegen ukrainische Geflüchtete und verbreitet pro-russische Propaganda. Am 23. August 2025 nahm er an einem Aufzug der neonazistischen Partei Die Heimat in Friedberg teil.

Stenger wird der Reichsbürgerszene zugerechnet. Laut der Staatsanwaltschaft in Aschaffenburg hat er der Behörde seinen Reisepass zurückgegeben, offensichtlich weil er darin kein gültiges Dokument sieht. Im April 2022 war er zu einer Veranstaltung der neofaschistischen Reichsbürgergruppe Arminius Erben angemeldet.

Stenger gilt auch in der rechten Szene als Querulant und ist dort recht isoliert. Im Oktober 2023 trennte er sich mit dem Label ASA von der Bürgerinitiative Franken, der er »eine spätpubertäre Verehrung von Alice Weidel« vorwarf.

Zu seinen eigenen Aktionen kann er nur wenige Personen mobilisieren, doch stellt er sich bei Aufzügen der Szene häufig in den Vordergrund und hält Reden.

siehe auch: Derzeitige Proteste von »Aschaffenburg steht auf« & Co, 22.01.2023

aktualisiert: 11.01.2026