Königreich Deutschland (KRD)

Die Krone mit den 21 nach oben gerichteten Strahlen in der Farbgebung Gold-Rot-Schwarz ist das Organisationssymbol des Königreich Deutschland (KRD). Hier auf dem PKW einer KRD-Anhängerin aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg im Jahr 2024. © Rhein-Main Rechtsaußen

Die Gruppe Königreich Deutschland (KRD) zählt zum Spektrum der Reichsbürger und Selbstverwalter. Sie behauptet, einen völkerrechtlich souveränen Staat namens Königreich Deutschland zu verwalten. AnhängerInnen des KRD sind Corona-LeugnerInnen und ImpffeindInnen und glauben an die Germanische Neue Medizin, »Chemtrails« und QAnon. Ihr Anführer Peter Fitzek aus Sachsen-Anhalt erzählt, dass die jüdische Organisation Chabad den Ukraine-Krieg dirigieren würde.

Das KRD ist eine sektenhafte Organisation, in der ein Führungskreis die AnhängerInnen systematisch manipuliert und ausbeutet. Viele KRD-Angehörige sind professionelle BetrügerInnen und HochstaplerInnen. Sie gründen u.a. Unternehmen, die esoterische Scharlatanerie-Produkte vertreiben und ohne Fachwissen Coachings und Beratungen zu Gesundheit und Ernährung anbieten. Auch versuchen sie, Räume zu mieten oder Grundstücke zu pachten, um sich dort einzurichten. Über den Tarnverein Lebensglück e.V. unterhielten sie von Dezember 2022 bis Mai 2023 eine ehemalige Gaststätte im Frankfurter Stadtteil Riederwald als Treffpunkt.

Im Rhein-Main-Gebiet und Südhessen führen KRD-Angehörige u.a. Informationsveranstaltungen und Wandertage durch. Exponierte Personen der Gruppe sind David Ekwe-Ebobissé und Elisa Barrui aus Frankfurt, die ein Esoterik-Unternehmen leiten, sowie Jens Becker aus Bad Vilbel. Becker behauptet u.a., dass durch Corona-Masken »Nanobots« (Miniroboter) eingeatmet würden, die dazu dienten, Menschen zu manipulieren.

Aktive der Gruppe sind weiterhin Johannes Schweppenhäuser aus Frankfurt und Anna Bischmann aus Idstein.

aktualisiert: 17.03.2025

siehe auch: Die Suche nach Seelenheil und neuem Leben, 17. März 2022; Reichsbürger sind mehr als nur Staatsfeinde: Extreme Rechte beim Namen nennen!, 22. Dezember 2022