Hetzel, Michael

Michael Hetzel auf einem Neonaziaufmarsch in Nürnberg am 12. Juli 2025 (links) und auf einem »Volksfest« der extrem rechten Zeitschrift COMPACT in Wertheim am 18. Mai 2024, © Thomas Witzgall, dokunetzwerk rhein-main

Michael Hetzel war von 2021 bis Ende 2025 die führende Person von Rhein-Main-steht-auf (RMSA). Er meldete häufig deren Aufzüge an und war treibende Kraft dessen rechter Radikalisierung. Von Januar bis Juli 2025 war er Beisitzer im Bezirksvorstand der AfD in Unterfranken, trat jedoch von dem Posten zurück und aus der Partei aus, nachdem seine Anbindung an die Neonaziszene öffentlich wurde. Im Sommer 2025 zog er von Niedernberg (Lkr. Miltenberg) nach Breuberg im hessischen Odenwaldkreis.

Hetzel richtet sich mit fanatischen Eifer gegen alles, was er als links ansieht. Aschaffenburg nennt er eine »links-grün versiffte Buntstadt«. Gegen politische Gegner*innen hegt er offen Gewaltfantasien. Auf seinem TikTok-Kanal veröffentlichte er 2024 ein Video eines »Antifa-Schiess-Stands«. Darin konnten seine 11.000 Follower*innen sehen, wie er mit ei­ner Armbrust auf eine Zielscheibe schießt, die mit »Antifa« beschriftet ist. Darüber hinaus bestreitet er die Fakten des Klimawandels und hetzt gegen Klima-Aktivist*innen. In einer Videobotschaft im Dezember 2025 stellt er den Holocaust in Frage.

Hetzel organisierte 2024 und 2025 RMSA-Aufzüge in Aschaffenburg, auf denen der Schulterschluss mit Neonazis vollzogen wurde. Am 12. Juli 2025 nahm er an einem Aufzug der Neonazigruppe Aryan People Resistance in Nürnberg teil, stellte hierfür den Lautsprecherwagen und die Anlage zur Verfügung.

Seit 2024 äußerte Hetzel Unzufriedenheit mit den Abläufen bei RMSA und drohte mit seinem Rückzug. Ende 2025 überwarf er sich mit dem verbliebenen »Orga-Team« von RMSA und erklärte die Gruppe für aufgelöst.

Aktualisiert: 11.06..2026

siehe auch: Rhein-Main-steht-auf ist am Ende, 11.01.2026, Rhein-Main-steht-auf in der Krise, 28.09.2025, Feindbild Links, 26.02.2025, Hetzels neuester Anlauf, 21.02.2025, Rhein-Main-steht … extrem rechtsaußen, 22.07.2024