Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit (Aufbruch) / World Anti-Imperialist Platform (WAP)

Auf der Kundgebung der World Anti-Imperialist Platform am 14. Oktober 2023 an der Frankfurter Hauptwache wurden ausschließlich Flugblätter der Partei Aufbruch verteilt. Die Versammlung wurde von Bernhard Falk aus Köln (Bildmitte, mit Bart) geleitet. Falk ist Salafist und stellvertretender Bundesvorsitzender von Aufbruch. © dokunetzwerk rhein-main

Die Partei Aufbruch Frieden-Souveränität-Gerechtigkeit (Aufbruch) wurde im August 2023 von ehemaligen Funktionären der rassistischen Pro-Bewegung, der AfD, der NPD (heute: Die Heimat) sowie von Personen aus dem Reichsbürger-Spektrum gegründet. Sie ist souveränistisch, antiamerikanistisch, antisemitisch und pro-russisch ausgerichtet und sucht das Bündnis mit linken Gruppen. Eingangs ihrer Homepage steht: »Der ›Aufbruch‹ zu einer neuen Querfront und Friedensbewegung in Deutschland ist uns […] eine ganz persönliche Herzenssache.«

Die Parteispitze war bereits am 26. Februar 2023 als Organisatorin der Demonstration »Ami Go Home« vor der Ramstein Air Base (Rheinland-Pfalz) in Erscheinung getreten. Unter den 2.500 Teilnehmenden befanden sich viele ReichsbürgerInnen und Aktive der rechten Verschwörungsszene, jedoch auch Personen der Friedensbewegung.

Aufbruch tritt lediglich in einzelnen Regionen – z. B. im Raum Köln und Leverkusen – regelmäßig mit kleinen Kundgebungen in Erscheinung. Sie ist verbunden mit der World Anti-Imperialist Platform (WAP), die in den vergangenen zwei Jahren mehrere »Anti Nato«-Kundgebungen in Frankfurt durchführte, die nur wenige Menschen mobilisierten. Die WAP stellt ein Bündnis kommunistischer und »nationalpatriotischer« Gruppen. Ihr gehört u.a. die stalinistische Gruppe Kommunistische Organisation (KO) an, die auch einen Ableger in Frankfurt hat. Eine Kundgebung der WAP am 14. Oktober 2023 in Frankfurt wurde von Bernhard Falk aus Köln geleitet. Falk ist ein bekannter Salafist und stellvertretender Bundesvorsitzender von Aufbruch.

31.03.2025