Freiheitsfreunde Frankfurt

Teilnehmer eines Aufzugs der Freiheitsfreunde Frankfurt am 3. Juni 2023. © ASVI

Unter dem Label Freiheitsfreunde Frankfurt fanden von 2021 bis Ende 2023 in Frankfurt ein Großteil der Aufzüge der rechten Verschwörungsszene statt. Ein gleichnamiger Telegram-Kanal dient weiterhin als wichtige regionale Informations- und Mobilisierungsplattform.

Die Freiheitsfreunde Frankfurt organisierten v.a. die Aufzüge, die seit 2021 fast jeden Samstag in Frankfurt stattfanden. Diese erreichten ihren Höhepunkt Ende 2021, Anfang 2022 mit mehreren tausend Teilnehmenden, danach ging die Zahl stetig zurück. Als im November 2023 kaum noch mehr als zehn Personen mobilisiert werden konnten, wurden die Aufzüge eingestellt.

Bis Frühjahr 2022 war auf diesen Aufzügen keine AfD-Propaganda erwünscht. Seitdem rückte man immer weiter nach rechts. Im Telegram-Kanal wird offen für die AfD geworben, Hetze gegen Genderpolitik und »Klimakleber« gehören zu Standardrepertoire. Im Aufruf zur Demonstration in Frankfurt am 11. November 2023 heißt es u.a.: »Freiheit und Marktwirtschaft statt Klimakommunismus und Planwirtschaft. […] Massenmigration sofort stoppen / Remigration beginnen.«

Die Kanäle und Flugblätter der Freiheitsfreunde Frankfurt verbreiten Nachrichten auch aus dem extrem rechten Spektrum, so von dem Blogger Oliver Janich und aus der QAnon-Szene.

Treibende Kräfte der Freiheitsfreunde sind bzw. waren Achim Weinacker (Querdenken69) und der Kreis um Ingrid Reich und Kirsten Baum. Jedoch traten dort auch Person aus dem ehemals linken Spektrum in Erscheinung, so die Frankfurterin Angelika Janku, die 2022 Versammlungsleiterin mindestens eines Aufzugs der Freiheitsfreunde Frankfurt war.

aktualisiert: 22.01.2026